Einige können sich noch daran erinnern, daß es auch schon vor einem Sportverein Fußballspiele in Zangberg gegeben hat, nur befand sich damals der Sportplatz auf der anderen Seite des Baches und der anderen Seite der Straße, nämlich genau an dem Platz, an dem heute die neue Schule steht. Schon damals gab es genügend Buben, die mehr auf dem Fußballplatz als zu Hause zu finden waren. Aber sie waren wenigstens zu finden und die Eltern brauchten sich keine Sorgen zu machen.
Da aber dieses „Wild-Spielen“ auf die Dauer auch nicht das Wahre war und damals, Anfang und Mitte der 60er Jahre eine Hochzeit des Fußballsportes herrschte, man denke dabei auch an die legendäre Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England, ging man bald daran, sich auch in Zangberg Gedanken über einen organisierten Spielbetrieb zu machen.
Dies war damals auch in verschiedenen umliegenden Gemeinden der Fall wie z. B. in Altmühldorf, Mettenheim und Oberbergkirchen. All diese Vereine wurden in dieser Zeit gegründet und brauchten sich um Spieler, Funktionäre und vor allem Zuschauer keine Sorgen zu machen.
Einige junge Zangberger, wie der Rupp Oskar und der Fiebiger Reinhard, haben in Ermangelung eines anderen Angebotes meist recht erfolgreich beim TSV Ampfing gespielt. Das Hinterland um Lohkirchen und Schönberg war fußballerisch unerschlossen und in Zangberg waren einige Idealisten bereit, sich an die Gründung eines Sportvereines zu machen. Hier sind besonders zu nennen Rudi Kneißl, Franz Märkl, Josef Regnath und Karl Sedlmayr.
Nach einigem Hin und Her, den Gegner und Opportunisten gab es auch schon damals, wurde für den 10. Juni 1967 eine Gründungsversammlung einberufen.
Anläßlich der Gründungsversammlung wurde beschlossen, das soeben geborene Kind Sportverein auf den Namen „Spielvereinigung" zu taufen. Es wird gesagt, dass Josef Regnath und Georg Kapsegger die geistigen Väter dieses Namens waren.
Zunächst hatte der Verein nur eine Fußball-Abteilung, wenngleich schon zu diesem Zeitpunkt durch die Namensgebung die Möglichkeit anderer Abteilungen bestand.
Die Gründungsversammlung brachte nach der entsprechenden Wahl folgendes Ergebnis:
1. Vorsitzender: Valentin Dasch
Kassier: Josef Schrödl
Schriftführerin: Angela Kapsegger
Fußball-Abteilungsleiter: Josef Regnath, der auch bereit war, die Aufgaben eines 2. Vorstandes bis zur endgültigen Wahl wahrzunehmen.
Die erste Generalversammlung der SpVgg Zangberg wurde für den 3. Oktober 1967 einberufen. Hierbei konnte Vorstand Dasch bereits 62 Mitglieder begrüßen. Bei dieser Versammlung wurde Sebastian Huber zum 2. Vorstand gewählt.
Folgende Posten wurden belegt:
Schülerleiter und Trainer: Felix Wimmer
Jugendleiter: Georg Kern
Jugendtrainer: Oskar Rupp
Eine Satzung wurde ebenfalls am 3. Oktober 1967 beschlossen und die Spielvereinigung Zangberg e.V. gelangte am 20. März 1968 zur Eintragung beim Vereinsregister des damals noch bestehenden Amtsgerichtes Neumarkt St.Veit.
Am 13. August 1967 wurde unter Trainer Georg Kapsegger der Spielbetrieb in der Punkterunde mit einer Herrenmannschaft aufgenommen. Erster Spielführer war Reinhard Fiebiger. Zuvor waren bereits Freundschaftsspiele ausgetragen worden, wovon sogar eines gewonnen werden konnte. Am 6. August 1967 fand ein Freundschaftsspiel anläßlich der Platzeinweihung gegen den SV Erharting, der sich bereit erklärt hatte, die Patenschaft für den neu gegründeten Verein zu übernehmen statt. Das Spiel wurde mit 0:7 verloren.
Eine bereits vorhandene zweite Mannschaft bestritt in dieser Zeit mehrere Freundschaftsspiele.
Die Saison 1967/68 war also die erste Saison in der die schwarz/gelbe Gefahr in den Ergebnislisten der Zeitungen auftauchte, wenngleich es damals besser war, die Tabelle von unten zu lesen, um Zangberg schneller zu finden.
So konnten in der ersten Saison lediglich drei Punkte erzielt werden, wobei diese Punkte in den folgenden Spielen erkämpft wurden:
• Zangberg - Oberbergkirchen 2:2
bei diesem Spiel wurden übrigens genau 355,- DM an Eintrittsgeld kassiert, was bei den damals wohl geringen Eintrittspreisen etwa knapp 400 Zuschauern entspricht.
• Erlbach – Zangberg 1:1 und
• Zangberg – Schwindegg 1:1 folgten.
Jedoch zeigten die Ergebnisse, daß die SpVgg nicht unbedingt als Kanonenfutter für die anderen Mannschaften zu bezeichnen war, wenngleich das Punktspiel in Perach mit 1:12 verloren wurde.
Schon ein Jahr später begann auch die zweite Mannschaft mit den Punktspielen. Ebenso wurde eine Jugendmannschaft zum Spielbetrieb angemeldet, wobei das erste Punktspiel in Altmühldorf total in die Hose gegangen ist. Tormann Alfons Baumann mußte 16mal hinter sich greifen.
Nach all diesen Anlaufschwierigkeiten stellte sich aber schon bald der sportliche Erfolg ein, wenngleich es noch nicht für einen Titel, geschweige denn einen Aufstieg reichte. Erstmals aus dem Schatten des Anfängervereines trat die SpVgg Zangberg 1970, als die Jugendspieler Ludwig Baldauf und Josef Steckermaier in die Jugendauswahl des Kreises berufen wurden und sie mit der ihnen eigenen tadellosen spielerischen und kämpferischen Leistung zu überzeugen wußten.
Als zunächst größter sportlicher Erfolg der SpVgg galt es, als die Jugendmannschaft der SpVgg Zangberg 1971 den Titel eines Vize-Meisters erringen konnte. Die Aufstellung des entscheidenden Spieles in Niederbergkirchen lautete:
Hubert Eichmüller, Gust Dillkofer, Josef Steckermeier, Heinz Obermaier, Erwin Waldinger, Dieter Neidhardt, Georg Bauer, Alfons Baumann, Alfred Huber, Ludwig Baldauf und Josef Radlbrunner.
Wie ein roter Faden zogen sich Baumaßnahmen und Arbeiten durch die Geschichte der SpVgg Zangberg:
• erster Fußballplatz
• Kabine
• Ausweichplatz
• neuer Fußballplatz
• Flutlicht
• Zaun
• Tennisplätze und
• Anbau neuer Umkleideräume
Diese Baumaßnahmen wurden durch Eigenmittel und Zuschüsse finanziert und fast ausschließlich in Eigenleistung erstellt und die SpVgg Zangberg ist stolz auf das, was man zusammen geschaffen hat. Die gesamte Sportanlage steht im Eigentum der SpVgg Zangberg, der Grund wurde von der Gemeinde langfristig von Karl und Anni Sedlmayr gepachtet und dem Sportverein zur Verfügung gestellt.
Insoweit geht es uns nicht so gut wie manchen anderen Vereinen, denen die Gemeinde für mehrere 100.000,- DM komplette Sportanlagen hingestellt hat und Gemeindearbeiter auch noch den Rasen mähen.
Trotzdem ist die SpVgg Zangberg der gesamten Gemeinde Zangberg, den in der Vergangenheit ausgeschiedenen und jetzt aktiven Gemeinderäten sowie den Bürgermeistern Asenbeck und Märkl Dank schuldig für die gute Zusammenarbeit und die meist großzügige finanzielle Unterstützung.
1974 begann eine neue Ära für die SpVgg Zangberg. Die Ära Lechner. In einem klugen taktischen Schachzug gelang es Abteilungsleiter Karl Sedlmayr, den ehemaligen Spieler des TSV Ampfing Heinz Lechner zu verpflichten. In einem seither nicht mehr dagewesenen Boom gelang es Heinz Lechner das vorhandene Spielermaterial zu einer homogenen Mannschaft zu formen. Im ersten Jahr seiner Tätigkeit erreichte Lechner mit der Ersten den 5. und mit der zweiten Mannschaft den 8. Platz.
Dann kam die Saison 1975/76, die mit einem Freundschaftsspiel gegen die erste Mannschaft des TSV Ampfing begann.
Dieses Spiel wurde nur mit 0:2 verloren. Dies war um so erstaunlicher, wenn man bedenkt, daß dieses Spiel der Abschluß eines dreitägigen Trainingslagers in der Sportschule Grünwald war.
Die erste Mannschaft lag nach Beendigung der Vorrunde auf dem 2. Tabellenplatz, verlor in der Rückrunde kein einziges Spiel mehr und so nahm es nicht Wunder, dass man bereits vor dem Ende der Saison am 23. Mai 1976 bei dem 8:1 Sieg in Jettenbach die Meisterschaft besiegeln konnte.
Leider dauerte der Ausflug in die B-Klasse nur ein Jahr. Allen dürfte noch in Erinnerung sein, daß der Abstieg äußerst unglücklich war und daß das punktgleiche Kraiburg zwei Entscheidungsspiele brauchte um uns aus der B-Klasse zu bringen.
Als weiteren Erfolg war die Meisterschaft der Reserve-Mannschaft in der Saison 1981/82 zu werten. Mit dieser Mannschaft konnte Trainer Kapsegger endlich auch seinen Meistertitel erringen.
Fortsetzung folgt ...
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